Kitti vom Bodestrand

Identifikation

Zuchtbuchnummer: PSZ 915

Äußeres:

Widerristhöhe: 45 cm

Fellfarbe: Schwarz mit braunen Abzeichen

Augenfarbe: dunkel

Verhalten/Charakter (Wesen) nach Werner Jung:

"Lieb, duldsam, anhänglich, als Spielkamerad geradezu Ideal. Über Jahre hinaus haben wir sie kaum jemals

bellen hören. Draussen in der freien Wildbahn war ihre Welt, dann glühten die Augen und ihre Muskeln

spannten sich derartig, daß man die Kitti nicht mehr wiedererkannte. Wie oft haben wir gesagt, daß Kitti

besser eine Wildsau geworden wäre, so planschte sie im Wasser und raste durch Unterholz. Zuhause war sie

wieder das ruhigste Tier, das man sich nur denken konnte. Sie fügte sich ein, öffnete jede Türe, auch

einwärts und war recht liebesbedürftig"

Abstammung/Herkunft:

Wurftag: 22.05.1955

Eltern:

Bosko vom Lütschetal, Wurftag: 10.07.1947

Britta Gockelmann, Wurftag: 08.02.1952, Züchter: H.J. Koßmann, Berlin

Aus dem B-Wurf - Bimbo Gockelmann, gew. 1952, Züchter: H.J. Koßmann, Berlin

Richterbericht zu Britta Gockelmann im Rahmen der Rassehundeschau in Staßfurt am 10. Mai 1953 von Heinz Kubel:

"Jugendklasse, Hündin - schwarzrot: "Britta Gockelmann 028". 1 1/4 Jahr alt, gutes Auge, sehr edler typischer

Kopf, typische Hündin in richtiger Größe, könnte im Brand reiner sein. An beiden Ohren graubrauner Anflug. Gebiß

sehr gut, tritt vorn beiderseits durch-Sg.

Züchter:

Walter Kirchmeier, Staßfurt

AHNENTAFEL

Beschreibung:

Werner Jung beschreibt Kitti, die er aus dem Zuchtgebiet der ehemaligen DDR hatte, wie folgt:

"Sie führt das reine Blut der Urpinscher so wie es durch die Zeiten des Auf- und Niederganges, der Unvernunft,

der Blutenge uns zur Verfügung stand. Hervorragend entsprach sie dem alten Typ. Stabil, urwüchsig und mit

einer Risthöhe von 45 cm. Was Sie besonders wertvoll machte, war der tiefe Fang, der Fangschnittwinkel von

ungefähr 75 Grad, markant ausgeprägt. Der Fang war eingefallen und eingeschnürt. der Oberkopf war zu sehr

gewölbt. Es fehlten deshalb der keilige Kopf und die parallelen Kopflinien, zudem störte Backenbildung den

Ausdruck. Das Auge war schön groß, war etwas dreieckig eingefasst, konnte eine Nuance dunkler sein. Ein etwas

schmalerer, flacher gestreckter Kopf und längerer Fang, sowie höhersitzendes Ohr würden dem Adel fördern. Im

Rücken kurz genug. Im Assehen durch Aufzuchtmängel gestört. Die Hündin hängte gerne in der Schulter und ließ

den Rücken weich durchhängen. Lenden-Nieren-Partie war etwas aufgezogen, ein typisches Erbübel der alten Rasse.

Die Kruppe war zu sehr gerundet, die Rute sollte höher angesetzt sein. Schulter zu steil, Brustwölbung zu rund.

Hals könnte länger, edler und trockener sein. Kehlhaut war lose-faltig. Die Vorderfüße waren durch getreten,

zudem Spreitzfüße.

Glänzend, stockhaarig, Brandfarbe ansprechend, Ruß in der Brustzeichnung und braun an den Rückenseiten der Ohren,

sowie seitlich am Oberhals. Die Zeichnung war sonst sehr brauchbar.

Das Gebiß war ideal, vollständig und kräftig. Kiefernbildung stark."

Registrierung Kitti und erster Wurf im Zuchtbuch 1958

Titel:

Bundessieger 1957 in Wiesbaden (Richter: Emil Homann)

Welpen:

Kitti hatte insgesamt 3 Würfe. Die auf Ausstellungen und in der Zucht bedeutendsten Welpen waren:

I-Wurf: Ingo, Igor, Ilka, Isa

K-Wurf: Kerri, Kasso, Kora, Kressi

N-Wurf: Nicki, Nina, Nora

Kasso v.d. Birkenheide, gew. 1959, Züchter: Jung, Wehen

Zum Schluß:

Jung schreibt: "Zusammen mit Ihrem prächtigen vierten Wurf ist sie einer Infektion erlegen. Meine liebe Frau hat

ihr den Kopf gehalten, als sie die Augen für immer schloß."

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